9 Dinge, die ich von meinen Kindern gelernt habe. Oder: „Wow, Mama, ich hab einen Mund!“

„Ich will aber!“ Wie oft kostet dieser unbändige Wille mich ziemlich viele Nerven? Gleichzeitig bewundere ich meine Kinder dafür. Ohne wenn und Aber für mich einstehen, ist oft eine Herausforderung.
Du machst einen Unterschied!

Immer wieder sage ich: meine Kinder sind mir die größten Lehrmeister.
So Vieles jedoch geht im Alltag unter an Lernorten und -möglichkeiten. So oft bin ich nicht offen oder nicht in der Lage, wahrzunehmen, was sie mir vermitteln.
So oft ist da dieses Aber, das sie von meiner Meinung überzeugen will. Meine Ängste, die ihnen Entfaltungsraum rauben.
Und manchmal, in den hellen Momenten, da kann ich ihre Weisheit für mich verstehen und bin so erfüllt.

 

 

Hier eine Auswahl der Dinge, die ich von meinen Kindern gelernt habe.

 

1. Ich bin ein Wunder.

„Wow, Mama, ich hab einen Mund!“

Es ist nicht selbstverständlich, dass wir sind wer, wie und was wir sind. Mir immer wieder bewusst werden, dass das alles irgendwie ein Wunder ist, ein Geschenk, bringt Dankbarkeit und ein wohlig warmes Gefühl. Und meine Kinder spiegeln mir das auf so einfache, wunderbare Weise: “Wow, Mama, ich hab einen Mund!” Ich bin da, ich kann greifen, hören, schmecken, sehen, riechen. Ich kann gehen, reden, klettern, klatschen, hüpfen… Und manchmal gibt es diesen hellen Moment, an dem wir feststellen: WOW!

Sind deine Kinder auch fasziniert von sich selbst? Wie drücken sie es aus?

 

2. Ich habe mein Leben in der Hand

„So! Jetzt Träume ich von Papageien!“

Wie oft entscheide ich mich dafür, die Sorgen und Nöte in meinen Gedanken hin- und herzubewegen? Manchmal braucht es diesen Entschluss, von Papageien zu träumen. Die Überzeugung, dass ich sehr wohl steuern kann, wie mein Leben verläuft. Wieviele von uns denn auf die Idee, seine Träume im Vorhinein zu bestimmen? Diesen Entschluss zu fassen, von etwas Schönem zu träumen? Sind wir uns dessen bewusst, das wir unser Leben in der Hand haben? Unsere Ziele und Träumen bestimmen?

Bin ich mir dessen bewusst?

 

3. Genau hinhören

„Der Vogel hat hallo zu mir gesagt!”

So oft überhöre ich die leisen Töne, weil ich nicht höre. Weil ich mit meinen Gedanken schneller bin als mein Gegenüber. Weil ich nicht zulasse, mit seinen Augen zu sehen und mit seinen Ohren zu hören. Ja, der Vogel spricht. Und meine Kinder hören ihn. Hören zu und gehen in Kommunikation. Da sind keine Grenzen im Kopf (“Wer spricht denn schon mit Vögeln?”), keine Vorurteile (“Welcher IDIOT spricht denn schon mit Vögeln?”), keine Kommunikationsbarriere (“Ich verstehe Vögel ja nicht mal!”). Manchmal geht es einfach um das Hinhören, sich einfühlen, da sein. Ja, auch in der Kommunikation mit Vögeln.

Wo willst du genauer hinhören?

 

4. Ein offenes Herz haben

“Hallo, Vogelfreund!”

Ja, auch das sagt mir die Geschichte vom Vogelgezwitscher. Ich bin oft so in meiner Welt, meiner Blase gefangen, dass Neues nur schwer Raum findet. Ob neue Menschen oder Ideen, ist dabei egal. Manchmal warten die Freunde ganz woanders als dort, wo wir sie vermuten. Und ich bin blind. Ich sehe die Möglichkeiten nicht oder baue Mauern um mich. Und immer wieder merke ich, dass mir etwas verloren geht, wenn das Herz nicht offen ist. Und ich versuche jeden Tag neu, mein Herz zu öffnen. Für mich und andere.

Wo willst du dein Herz öffnen?

 

5. Um Hilfe bitten

„Mama, futter mich!“

Auch bei ganz einfachen Dingen um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen, kann manchmal einfach gut tun. Und vielleicht tut es deinem Gegenüber gut, gefragt zu werden? Auch bei Dingen, die ich selber kann. Manchmal brauche ich eine liebevolle Geste von Außen. Jemanden, der mich “füttert”, mal eine Suppe mitbringt oder Kuchen. Oder vielleicht mal die Spülmaschine ausräumen hilft.

Wann bittest du um Hilfe?

 

6. Ja, nicht nur einmal um Hilfe bitten

„Futter mich nochmal!“

Ganz ehrlich: wie oft hast du den Gedanken „Hm, xy hab ich letzte Woche schon gefragt… da kann ich ja nicht wieder…“? Ich jedenfalls sehr gut. Das schaue ich mir gerne ab. Ich darf immer und immer wieder kommen. Und die Antwort kann Ja sein. Oder Nein. Und beides ist ok. Ich kann trotzdem kommen. Ich bin ok mit meinen Bedürfnissen. Ich darf sie äußern. Hilfe annehmen, um Hilfe bitten. “Mich meinem Gegenüber zumuten” nannte es eine Mama. Ja. Das darf ich. Darfst du!

Gibst du dir die Erlaubnis, immer wieder zu fragen? Dich anderen “anzutun”?

 

7. Erfolge teilen

„Mama, wow! Ich bin hochgeklettert!“

Ganz stolz und glücklich. Ohne Erwartung. Einfach nur, um zu teilen. So oft sitze ich im stillen Kämmerlein und schreibe so vor mich hin. Und warte, was so passiert… Hey! So viele kleine und große Erfolge am Tag! Ich schreibe sie auf, ja. Für mich. Um mir dessen bewusst zu sein, dass so viele kleine positive Dinge passieren. Das Teilen, das möchte ich immer mehr üben. Es tut so gut!

Teile deine Erfolge gerne in unserer *endlich ich!* Gruppe für Mamas auf facebook.

Mit wem möchtest du deine Erfolge heute teilen?

 

8. Eigenlob tut gut

„Ich bin so super!“

Auch aus dem Beispiel mit dem Klettern.
Den Erfolg anerkennen, teilen, sich selbst dafür loben. So werde ich auch unabhängig vom Lob anderer und gebe mir selbst, was ich brauche. Wann hast du dir selbst gesagt, dass du super bist? Großartig, wundervoll, genial, schön, herzlich, richtig, wichtig, liebevoll und gut, so wie du bist.

Welches Kompliment machst du dir heute?

9. Für mich einstehen

„Ich will aber!“

Wie oft kostet dieser unbändige Wille mich ziemlich viele Nerven?
Gleichzeitig bewundere ich meine Kinder dafür. Ohne wenn und Aber für mich einstehen, ist oft eine Herausforderung. Und natürlich gibt es Situationen, in denen ich meine Wünsche und Gedanken überprüfen kann.
Aber manchmal wünsche ich mir diese geniale Klarheit. Dieses Ich Will Aber!

Wo willst du mehr für dich einstehen?

 

Alltagsweisheiten

Neun Lektionen sind sicherlich nur ein winzig kleiner Bruchteil all der Weisheiten, mit denen ich alltäglich beschenkt werde.

Welche Lektionen hast du schon von deinen Kindern lernen dürfen?

Wie setzt du sie um?

Ich wünsche dir immer wieder diese Momente, in denen du dich einlassen kannst auf deine Kinder und das, was sie dich lehren. Mir gibt es so viel, diese großen und kleinen Lektionen in meinem Alltag zu erkennen und umzusetzen. Und deswegen ist es auch mein Wunsch für mich: mich immer wieder einlassen und mir den Weg zeigen lassen.

 

Alles Liebe,

 

deine Olga

 

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