Sturm und Vorbereitungen. Ruhephasen. Unperfekt sein.

Im Herbst und Winter kommt die Natur zur Ruhe und auch wir brauchen mehr Erholungsphasen. Doch im schnellen Leben scheint dies nicht möglich.
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Anne Henle ist Mutter zweier Kinder und Osteopathin mit Schwerpunkt auf Schwangerschaft und Traumatherapie.

Voller Einfühlsamkeit begleitet sie Frauen durch verschiedene Prozesse im Leben. Und darf auch selbst immer wieder wachsen an den Aufgaben, die das Leben ihr stellt.

Danke, liebe Anne, für deine Worte über’s UNPERFEKT sein.

 

Ein Sonntag wie viele andere in November:

Draußen herrscht ein Sturm und ein Gewitter beginnt.

Hier drinnen brennen die Kerzen, der Dampf des Tees zieht durch die Luft, leise Musik erklingt in meinen Ohren.

Die Zeit der Ruhephasen beginnt.

Im Herbst und Winter kommt die Natur zur Ruhe und auch wir brauchen mehr Erholungsphasen. Doch im schnellen Leben scheint dies nicht möglich.

Wir sollen funktionieren, pünktlich unsere Abgabezeiten der Arbeiten einhalten, alles soll perfekt sein. Zum Ende des Jahres muss alles fertig sein, perfekt, ohne Fehler.

Termine häufen sich: Hier eine Weihnachtsfeier, dort ein Treffen, Vorbereitungen für kommende Feiern und Feste.

Ich bin ein Kind der Sonne, aber die Zeit, wo es nun so gemütlich ist, finde ich ebenfalls wundervoll.

Gemütlich??

 

Die meisten Menschen, finden in der Zeit vor Weihnachten (es sind noch 6 Wochen) nicht so vieles „gemütlich“. Aber warum ist das eigentlich so?

Müssen wir denn immer alles perfekt haben?
Müssen wir überall dabei sein?
Warum sich nicht mal die Zeit nehmen und einfach nur mal die Gemütlichkeit genießen?

Warum nicht einfach mal „UNPERFEKT“ sein? 
Meistens sind es unsere Erwartungen an uns selber, der innere Richter, des uns sagen lassen: “Das geht nicht…”

Wer hält dich davon ab??

 

Deine Kinder lieben dich – egal was tust!

Dein Partner liebt dich – und wie mein Mann so schön sagte:

„Es ist egal, welches Kleid du an der Hochzeit anhast und welche Frisur du hast! Ich heirate dich auch im Schlafanzug und mit verwuschelten Haaren.“

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Deine Freunde mögen dich so wie du bist – wenn nicht, sind es keine echten Freunde!

Dein Chef ist froh, wenn es dir gut geht – dann bist du seltener krank und lieferst bessere Arbeiten ab.
(Wir müssen übrigens nachgewiesenermaßen nicht mehr arbeiten, um glücklich zu sein, sondern wer glücklich ist, liefert bessere und schnellere Arbeiten ab!)

 

Und du magst dich selber mehr, wenn du akzeptierst, dass du DU bist: ein Geschenk für die Welt!!! 

Also: Lasst uns einfach mal „UNPERFEKT“ sein!!!

 

Anne Henle

 

Wo willst du liebevoller mit dir sein und unperfekt als gut genug ansehen?

Zeichnung von der wunderbaren Sandra Fleissig.

 

Danke Anne, für die Aufforderung zu einem wertschätzenderen Blick auf uns selbst.

Was für eine Entlastung. Und welch große Herausforderung!

Let’s do this.

 

Eine schöne Woche wünscht euch allen

eure Olga

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