5 Fragen, um deine hinderlichen Glaubenssätze loszuwerden

Geht es dir auch manchmal so? Stellst auch du dein ICH in die Ecke, versteckst es und missachtest seine Bedürfnisse? Welcher Glaubenssatz hindert DICH, um dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen? Ist es dein Perfektionismus? Oder Erwartungen von Außen, die du erfüllen “musst”?
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Was sind eigentlich Glaubenssätze? Und wie erkennst du, dass es sich um hinderliche Glaubenssätze handelt?

 

Ich liebe meine Kinder. Sie sind mir die größten Lehrmeister, die ich mir vorstellen kann. Sie bringen mich so sehr an meine Grenzen und damit so sehr zu mir selbst. Eigentlich müsste ich ihnen ständig um den Hals fallen aus lauter Dankbarkeit.

 

Erst heute schrieb mein großer Sohn in den Sand: ICH war hier. Und rumdum malte er Herzen. Viele Herzen. So viel Liebe. Zu sich selbst. ICH groß und im Mittelpunkt. Ein riesiges Herz um alle Herzen herum. Plötzlich war ich ganz erfüllt und beseelt und glücklich. Gleichzeitig merkte ich: Mein Ich hätte ich nicht so groß dort hingeschrieben. Um mein Ich herum hätte ich nicht so viele Herzen gemalt. Mein Ich würde klein und unauffällig in der Ecke stehen. Es wären keine kleinen Herzen drum herum. Und mein Ich wäre nicht mit einem riesigen Herzen drumrum geschmückt.

Wie traurig. Und wie großartig! So eine Chance, wieder für mich selbst zu erkennen, wo ich stehe. Und zu lernen. Und zu üben. Selbstliebe. Mal wieder stehe ich mir selbst im Weg.

Mein hinderlicher Glaubenssatz? Ich bin nicht wichtig genug.

Meine 5 Fragen, um ihn loszuwerden?

  1. Ist das wirklich so?
  2. Ist das wirklich immer so?
  3. Was wäre, wenn dieser Glaubenssatz verschwinden würde? Wie würde es dir gehen? Morgen? In drei Monaten? In einem Jahr?
  4. Was wäre, wenn es diesen Glaubenssatz nie gegeben hätte?
  5. Mit welchem neuen Glaubenssatz kannst du deinen hinderlichen Glaubenssatz ersetzen?

 

Als ich vor vier Jahren ein großes Tief hatte, bat mich eine gute Freundin, ICH auf ein Blatt Papier zu schreiben. Ich schrieb ich. Da stand es, mein Ich. In kleinen Buchstaben. In der Ecke. Sie drehte das Blatt Papier um und beharrte darauf, dass ich ICH groß auf das Papier schreibe. So groß wie ich in meinem Leben nun mal bin.

Das war schwer. Wir brauchten noch zwei Anläufe. Es blieb auch relativ klein. Aber ich konnte es in Großbuchstaben in die Mitte schreiben:

 

ICH

Mehr war nicht möglich in dem Moment. Alles um mich herum erschien mir wichtiger. Nur nicht ich. Als ich zwei Jahre später wieder dieses Blatt Papier sah, erschien mir mein ICH von damals winzig. Ich erinnerte mich an den Moment, in dem ich es damals schrieb und wie riesig es mir erschien und wie unmöglich es für mich war, es größer zu schreiben. In meinem Kopf war gespeichert, dass es fast die ganze A4-Seite eingenommen hatte. Dabei hatte ich das Blatt halbiert. Und nur ganz oben, ganz vorsichtig, ganz zurückhaltend mein ICH platziert. Es war gleichzeitig schön, es zwei Jahre später zu sehen und zu wissen: Heute wäre mein ICH eine A4-Seite groß. Heute weiß ich: Ich bin wichtig. Ich bin richtig. Ich bin gut, so wie ich bin.

 

Geht es dir auch manchmal so? Stellst auch du dein ICH in die Ecke, versteckst es und missachtest seine Bedürfnisse? Welcher Glaubenssatz hindert DICH, um dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen? Ist es dein Perfektionismus? Oder Erwartungen von Außen, die du erfüllen “musst”? Ist es die Stimme deiner Mutter, die in bestimmten Situationen immer wieder auftaucht?

 

Und warum kam er bei mir heute wieder durch, obwohl ich meinen Glaubenssatz schon lange überschrieben habe? Ganz einfach: Mit Selbstliebe ist es wie mit jeder Beziehung. Sie braucht Pflege und Beachtung. Deswegen bin ich so dankbar für die Erkenntnis, dass mein ICH sich heute lieber versteckt hätte. Und schenke ihm einen Abend in der Badewanne.

Wie startest du heute in dein neues Leben mit deinem neuen ICH?

 

Alles Liebe,

deine Olga

 

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