27. November 2018. Ein Tag in meinem Leben als Online-Coach. Oder auch: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Wenn meine liebste Sympatexterin zu sympa Texten aufruft, bin ich natürlich dabei. Auch wenn ich mir, mal wieder, die Frage aller Fragen stelle: Wen interessiert mein Tagesablauf überhaupt? Und: Dienstag, wirklich? Also, der Dienstag, das ist… na gut. Dienstag.
Dienstag und so.

Wenn meine liebste Sympatexterin zu sympa Texten aufruft, bin ich natürlich dabei.

Auch wenn ich mir, mal wieder, die Frage aller Fragen stelle: Wen interessiert mein Tagesablauf überhaupt? Und: Dienstag, wirklich? Also, der Dienstag, das ist… na gut. Dienstag.

 

Work work work  

Der 27. November ist der zweite Tag meiner Themenwoche Meine Bedürfnisse. Mutter sein. Ich sein. Diese Woche ist ein Bonus in meinem Online-Kurs und ich habe sie für alle meine Gruppenmitglieder bei Facebook geöffnet. Schon meine erste Auseinandersetzung mit dem Thema lässt mich feststellen, dass meine Materialien langsam aber sicher für eine Doktorarbeit reichen – mir ist klar: Das wird intensiv. Am Montag sprachen wir darüber, was Bedürfnisse so sind und warum wir immer und immer wieder unsere Grundbedürfnisse vernachlässigen.

Wenn ich mich irgendwie mit mir selbst unterhalte und doch so eine Verbindung spürbar ist. Dafür lieb ich das Internet!

Heute geht’s um Gefühle. Und bei meinem morgendlichen LIVE Video bei Facebook bin ich selbst auch voll im Gefühl. Ich spreche über Empathie-Strategien uns selbst gegenüber. Darüber, dass wir uns mehr auf unsere Gefühle einlassen sollten, damit wir die Bedürfnisse hinter unseren Handlungen erkennen. Ich spreche darüber, Mauern einzureißen und darüber, dass es ok ist, dass alle Gefühle sein dürfen. Ich teile Marshall Rosenbergs Worte:

“Was auch immer das Gefühl ist – ob Schmerz oder Freude – es ist ein Geschenk und seine Schönheit liegt darin, dass es dir zeigt, dass du lebendig bist. Das Ziel im Leben ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen. Was auch immer sich in uns offenbart, es ist das Leben, das sich darin zeigt.” (Marshall B. Rosenberg)

Nach diesem Video startet ein intensiver Austausch in der Gruppe. Eine richtige Gefühlsexplosion. Über unser Mutterbild und Rollenbilder. Darüber, wie wir manchmal verzweifeln und an unserem Ideal zerbrechen. Die Herzen sind offen und es ist so intensiv.

Adventskalender Mama Time Out

Meine Arbeit ist also nicht nur das Erstellen von Materialien (z.B. habe ich heute auch meinen Beitrag für den Adventskalender von Mama Time Out fertiggestellt) und das Abdrehen von Videos. Ich begleite durch Prozesse. Unter anderem in Facebook-Gruppen. Immer wieder über den Tag verteilt. Am Dienstag eben besonders ausführlich. Und ich selbst bin mitten drin, mitten im Prozess. Ich merke, dass es auch mit mir etwas macht, ich selbst neue Schritte gehen darf in die Veränderung.

 

Der Coach für den Coach

Besonders wichtig ist es mir geworden, selbst Life-Coaching (was für ein Wort!) in Anspruch zu nehmen. Mit meinen Zweifeln, meinen Fragen, meinen inneren Kämpfen nicht alleine sein zu müssen. Und hierbei eben nicht nur kollegialen Austausch zu pflegen, sondern selbst bewusst in die Rolle des Coachees zu gehen und mich begleiten zu lassen. Dienstag, der 27. November, ist also so ein Tag. Und er hätte nicht später kommen dürfen. Seit Tagen ist meine innere Zweiflerin riesig laut und stellt alles in Frage. Wie gut es tut, aufgefangen zu werden und nicht alles mit mir auszumachen!

Olga, das war deine Vision!

Ich bekomme so viel Zuspruch, so viel Rückenwind und eine wertvolle Erinnerung: “Olga, das war deine Vision! Du hast es vor Jahren schon so gesehen und jetzt wird es wahr.” – Zack, geradegerückt. Ich bin so so dankbar dafür, dass mein Gedanke: “Ein Coach sollte alles schon bearbeitet haben und darf nicht zweifeln!” nicht mehr über mich bestimmt und dass ich mir inzwischen sehr bewusst und in verschiedenen Bereichen auch Unterstützung hole. Es ist ein Geschenk, neben all den Stimmen im Kopf, die behaupten, ich müsse stark sein, auch noch diejenige zu hören, die sagt: “Hey, voll gut! Du musst das alles nicht alleine schaffen. Hilfe annehmen ist so befreiend!

 

Strohwitwe

Am Nachmittag verabschieden wir meinen Mann in eine weitere Seminarwoche (letzte Woche war auch schon eine!). Intensive Themenwoche und allein Zuhaus – wer hat sich das nochmal ausgedacht? Nun gut. Wir verbringen den Nachmittag zwischen Petterson und Findus-Geschichten und Playmobil-Polizisten. Die Kinder wünschen sich weihnachtliche Deko und “endlich mal wieder” Plätzchen backen.

Am liebsten würde ich immer erst nach dem 8.12. dekorieren. Geburtstag vor Weihnachten ist irgendwie so weihnachtlich geprägt.

Zum Glück sind sie mit der Deko zufrieden, denn backen, Themenwoche und home alone vertragen sich gerade nicht in meiner Vorstellung. Dafür kochen wir zusammen. “Schnupfnudeln”, wie mein Mittlerer so schön sagt. Sobald die Kinder schlafen, schlüpfe ich in mein Anzügle (das ist so ein kuscheliger Overall. Mit Hundeprint und Öhrchen 😉 ) und mache mich an die morgige E-Mail für meine Teilnehmerinnen der Bedürfnisse-Woche.

Selbst und ständig? Irgendwie schon. Aber ich liebe es!
Drei Quer-im-Bett-Schläfer. Gute Nacht!

 

Später telefoniere ich eine Stunde lang mit meinem Mann. Das haben wir auch schon lang nicht mehr gemacht. Nebenher die Abendroutine: Spülmaschine, Waschmaschine anschalten, noch kurz den Tisch abwischen und, natürlich ganz wichtig, the magic sink, wie von Anne gelernt 😉

 

Fun facts

1.Ich bin morgens vor allen anderen aufgestanden. So mache ich es nach Möglichkeit seit Juli schon, meinen Miracle Mama Morning. Früher aufstehen, um Zeit für mich zu haben und so gefüllt in den Tag zu starten. Heute schlafe ich bei der Meditation ein und stehe erst nach allen anderen auf. Immerhin: Das ist ok, mein Mann bringt ja die Kinder in Schule und Kindergarten.

2: Da mein Mann seit Monaten schon alle Fahrdienste für die Kinder übernimmt, schaffe ich es am Mittwoch doch tatsächlich,  mich auf dem Weg zur Schule zu verfahren und finde daraufhin den Großen nicht mehr. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

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