Vom Irrtum der Klarheit

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe: Klarheit entsteht im Tun. Wenn du nicht losgehst, nicht anfängst und einfach mal etwas tust, wird sich in den meisten Fällen einfach keine Klarheit einstellen.
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Der Satz, den ich wohl am öftesten höre, wenn es darum geht, nicht loszugehen und endlich mit dem zu starten, was im Business wichtig und dran ist, ist die vermeintliche Klarheit.

Erst, wenn ich weiß, wo es hingeht, kann ich mein Angebot präsentieren.
Erst, wenn ich meine Zielgruppe ganz klar habe, kann ich nach außen gehen.
Erst, wenn ich alle Parameter berechnet, alle TestklientInnen befragt und jedes Feedback ausgewertet habe, dann…

Manchmal, da ist sie uns sehr im Wege, die Klarheit. Manchmal ist noch nicht vorhandene Klarheit schlicht eine gute Ausrede, um nicht zu starten. Und – wenn wir ganz ehrlich sind: Meistens ist die Klarheit schon längst da.
Nur erscheint uns manchmal die Aufgabe zu groß. Oder wir uns selbst zu klein.

Klarheit entsteht im Tun

Was ich in den letzten Jahren gelernt habe: Klarheit entsteht im Tun.
Wenn du nicht losgehst, nicht anfängst und einfach mal etwas tust, wird sich in den meisten Fällen einfach keine Klarheit einstellen. Du darfst einfach mal starten. Du darfst einfach mal ausprobieren, was funktioniert. Du darfst einfach mal losgehen und schauen, was dir Spaß macht. Du darfst einfach mal Fehler machen. Du darfst auch einfach mal auf die Fresse fallen.

Wenn wir uns selbst nicht erlauben, unperfekt zu sein, etwas noch nicht zu können oder zu wissen, dann verbleiben wir oft einfach nur in der Spirale der Zertifikats-Ansammlung. Erstmal das… dann jenes… dann…
Du bist nie fertig! Glaube mir. Ich bin Ausbildungsjunkie. Bedeutet das, dass ich nicht starte? Nein!
Nicht rauszugehen ist in vielen Fällen schlicht unterlassene Hilfeleistung. Weil das, was da ist für mein Gegenüber zu diesem Zeitpunkt genau das Richtige ist. Und wenn ich mich weiterentwickle, dann dürfen das meine KlientInnen auch.

Das, was du bereits kannst und bist, ist nicht nur genug, es ist genau richtig. Bitte verbleibe nicht auf der Suche nach der Klarheit. Komme ins Tun. Hilf den Menschen. Dafür brauchst du kein ausgeklügeltes Social Media Konzept. Dafür brauchst du keine Website. Dafür brauchst du dich. Und das, womit du den Menschen helfen willst.

Ein Kurswechsel tut nicht weh

Solltest du im Gehen merken, dass du etwas an deiner Positionierung, deinem Auftritt nach außen, deiner Vorgehensweise oder deiner Methodik verändern willst oder musst: Tu es!
Erlaube dir, Fehler zu machen.
Unsere Fehlerkultur macht es uns oft schwer, rauszugehen und uns auszuprobieren. Weil Fehler nicht erlaubt waren. Weil Fehler in irgendeiner Art und Weise “abgestraft” und negativ bewertet wurden. Ich erinnere mich so sehr daran, viele Dinge nie gesagt zu haben aus Angst, sie könnten falsch sein. Oder zumindest nicht ganz richtig. In der Schule habe ich mich nur dann gemeldet, wenn ich die Antwort zu 100% richtig wusste. Unaufgefordert aufgerufen zu werden verursachte Herzrasen.
Jetzt rauszugehen mit meiner Message, meinem Angebot, meinem Wissen und Können, obwohl (oder vielleicht sogar weil!) es nicht perfekt ist – das ist eine meiner großen Challenges hier. Mich hier klar zu positionieren und zu erzählen, dass ich zwar Mindset-Coach bin, aber selber Mindfucks habe – uuuuhhhh… gefährliches Terrain für mein Ich.

Gleichzeitig ist es ja genau das. Gerade weil ich weiß, wie es ist, Glaubenssätze und Blockaden zu haben und sie hinter mir zu lassen, kann ich dich wirklich gut darin begleiten. Gerade, weil ich weiß, wie es ist, sich hinter der noch nicht vorhandenen Klarheit zu verstecken, weiß ich, dass auch sie oft nur ein Mindfuck ist. Und natürlich habe ich einige dazu passende Zertifikate in der Schublade 😉 Das alles zusammen ist dann Olga Magic und mehr Yeah!

Ja! Du brauchst Klarheit. Auch.

Und ja! Klarheit ist natürlich auch hilfreich. Für dich. Für deine KundInnen.
Weil sich abzeichnet, wo es hingehen darf. Weil du genau weißt, wen du ansprechen willst. Weil dein Gegenüber sich angesprochen fühlt.
Und es geht hier nicht darum, im Hustle-Modus zu versinken und nur im Tun um des Tuns willen zu verbleiben. Es geht um die ersten Schritte. Eben hin zu deiner Klarheit. Hin zu deiner Essenz. Für dich und deine KlientInnen. Und gleichzeitig: Wenn du nie losgehst, passiert einfach nichts #betterdonethanperfect

Wo hältst du dich noch auf wegen scheinbar nicht vorhandener Klarheit?

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2 Kommentare

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