Müde und erschöpft. Mama-Burnout. “Ich glaub, ich hab sowas!”

Du arbeitest jeden Tag! 24 Stunden. Oft ohne Hilfe und Rückhalt. Mit wenig Schlaf und viel Verantwortung. Hast all die Termine, Listen und Sorgen im Hinterkopf. Und manchmal endet das in endloser Müdigkeit und Erschöpfung, im Ausgebranntsein. Burn-Out.
Müde und erschöpft. Burn out?

Vor kurzem unterhielt ich mich mit einer Bekannten. Lisa, Mutter von drei Kindern.

Sie schilderte mir ihr großes Problem: “Olga, ich kann gar nicht mehr so wie ich gerne möchte und es von mir gewohnt bin. Ich bin so erschöpft. Ich bin immer müde!

Wir hatten schon Wochen zuvor gesprochen und ich hatte gefragt, wie es um ihre Blutwerte bestellt sei, ob vielleicht irgendein Mangel bestehen könnte. Vitamin D, Eisen, irgendwas mit der Schilddrüse… Man wisse ja nie…

“Nein. Da habe ich alles testen lassen. Ich nehme jetzt Vitamin D und es hilft gar nichts. Ich habe immer so viel vor und ich schaffe es einfach nicht!”

“Und wenn du deine Liste kürzt?”, war meine nächste Frage.

“Dann bin ich immer noch müde und völlig fertig! Ich würde so gerne mehr für die Kinder da sein, aber ich bin einfach nur noch müde. Die Freundin meiner Schwester hatte ja vor kurzem ein Burn-Out. Aber von der Arbeit natürlich. Ich arbeite ja nicht! Und mein Mann hilft mir auch wirklich, wo er nur kann. Aber ich glaub, ich hab sowas!”

Und manchmal hast du zwei Kinder auf dir liegen und bist selbst einfach nur müde und erschöpft. Ja, manchmal geht nur der Modus: Funktionieren.

Liebe Mama.

Du arbeitest jeden Tag! 24 Stunden.

Oft ohne Hilfe und Rückhalt. Mit wenig Schlaf und viel Verantwortung. Hast all die Termine, Listen und Sorgen im Hinterkopf. Und manchmal endet das in endloser Müdigkeit und Erschöpfung, im Ausgebranntsein. Burn-Out.

Es ist nicht allzu lange her, da war ich genau an dieser Stelle.

Ich konnte nichts tun, war immer müde und erschöpft, fühlte mich als völlige Versagerin und hütete mich, auch nur ein Wort darüber zu verlieren.

Ich war ja schließlich den ganzen Tag daheim, mit meist nur einem Kind, konnte tun und lassen, was ich wollte und hatte nebenher ja nur “das bisschen Haushalt”.

Zugegeben, es waren keine Omas vor Ort, die mir zwischendurch mal etwas abnehmen hätten können, meine Freundinnen hatten natürlich auch alle Kinder, die wollte ich nicht fragen, die Babysitterin tagsüber in der Schule und mein Mann den ganzen Tag arbeiten.

Ich war allein.

Und es zerfraß mich das schlechte Gewissen.

Ich sollte doch noch die Wäsche waschen, das Geschirr in die Spülmaschine räumen, die Kinderkleidung sortieren, mehr mit meinen Kindern spielen, öfter rausgehen und auf den Spielplatz, mehr vorlesen und meine Kinder fördern, vielleicht doch noch zum Kinderturnen oder eine Musikgruppe besuchen und… und… und.

Oh, es gab täglich hunderte von Gründen, um mich schlecht zu fühlen.

Da war er.

Der Mütter-Burnout.

Es ging nicht vor und nicht zurück.

Ich war gefangen in meinen Gedanken und meinem inneren Hamsterrad.

Es war sehr sehr dunkel an diesem Ort. Und ich wollte in diesem Loch einfach nur versinken. Ich hatte zuvor schon gelernt, was ich in solchen Situationen tun könnte, um eben nicht drin zu bleiben. Nur ging es einfach nicht. Es fühlte sich alles leer und sinnlos an.

Mein Aufwachmoment

Um jemanden aus einem solchen Zustand herauszuholen, braucht es schon besondere Maßnahmen.

Meine war rot. Und grell. Völlig unerwartet. Und ziemlich teuer.

Ich bin über eine rote Ampel gefahren.

Und wurde geblitzt.

BÄM.

Nein, keine mir unbekannte Ampel, kein mir unbekannter Ort. Ich fahre dort fast täglich vorbei. Ich halte auch an jeder roten Ampel. Auch an denen ohne Blitzer. Natürlich. Und jetzt wurde ich geblitzt. Zwei Kinder im Auto und so in Gedanken versunken, dass ich es nicht mehr richtig einschätzen konnte.

Dieser Moment machte mir klar: Olga, du brauchst Hilfe.

Ich rief meine Hebamme an. Keine Ahnung, warum, aber sie fiel mir als erste ein.

“Doris, ich glaube, ich brauche Hilfe. Ich brauche dich.” – sprach ich auf den Anrufbeantworter. Sie rief sofort zurück. Und ohne eine Erklärung abzuwarten, sagte sie: “Ich komm!”

Mein Weg raus

Hier begann ich, meinen Weg nicht mehr alleine zu gehen. Es begann eine Therapie, ich machte eine Kur, lernte viel über mich, über Depression und Resilienz.

Heute kann ich sagen: WOW! Was für ein Ritt. 

Und:
Du bist nicht allein!

Falls auch du dich in dieser Leere und dem schwarzen Loch befindest:

Bitte jemanden um Hilfe.

Jemanden, dem du vertraust, und der dir helfen kann bei Therapeutensuche, Kurantrag, dir Anrufe bei Ärzten abnehmen kann oder einfach mit den Kindern auf den Spielplatz geht, damit du mal zwei Stunden ungestört schlafen kannst.

Jetzt bin ich hier

endlich ich!


Es mussten sich schon so einige Puzzleteilchen zusammenfinden, damit ich heute hier sitzen kann, um dir diese Zeilen zu schreiben.
Und das alles ging nicht von heute auf morgen. Aber ich möchte dir Mut machen, diesen ersten Schritt zu gehen und um Hilfe und Unterstützung zu bitten.

Inzwischen habe ich , auch durch meine Geschichte, so viel lernen dürfen und so viel Kraft gewinnen können, dass ich sogar eine Coaching-Ausbildung gemacht habe und heute hier sein kann und anderen Müttern helfe, wieder zu ihrer Lebensfreude zurück zu finden. Damit sie gar nicht erst in dieses Loch fallen. Sondern gestärkt und voller Energie das sein können, was sie sind: WUNDERVOLLE FRAUEN!

Du bist großartig!

Wenn du dich heute vor lauter schlechtem Gewissen kaum mehr rühren kannst, weil es dich so lähmt, lasse dir gesagt sein:

DU BIST GROßARTIG!

Wenn die Wäsche sich stapelt und die Kinder den ganzen Tag kreischen und du nicht mehr kannst:

DU MACHST DAS GROßARTIG!

Wenn du denkst: “Ich sollte doch mehr schaffen, mehr tun und mehr da sein und…”:

DU BIST GENUG.

Und wenn es alleine nicht geht: Bitte um Hilfe. Nicht alleine zu sein, Unterstützung und Rückendeckung zu haben, wenn es nicht mehr geht, ist der erste Schritt raus.
Der Verein Schatten und Licht ist so eine Anlaufstelle. Auch Lena hat *hier* zusammengestellt, welche Möglichkeiten es gibt.

DU!

Du bist eine grandiose Frau, voller Power, Liebe und Freude. Und es gibt einen Weg dorthin zurück. Geh auf die Reise. Sei mutig. Der erste Schritt ist schwer. Manchmal (wie bei mir) muss erst etwas Außergewöhnliches passieren, um sich dessen bewusst zu werden, dass er nötig ist, dieser Schritt.

Es ist hart. Verdammt hart. Aber du bist nicht allein!

Dein Clan

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. – Aus Afrika.

Wer sind die Menschen, denen du vertraust und die bereits Teil deines Dorfes sind?
Wer sind die Menschen, die du magst und die Teil deines Dorfen werden sollen?
Wo findest du Menschen, die zu dir passen?

Wir wohnen hier 200km von allen Omas und Opas, Onkels und Tanten entfernt.

Zu unserem Dorf gehören natürlich unsere Freunde: andere Familien mit Kindern, mit denen wir uns gerne treffen und Freud und Leid teilen können. Zu unserem Dort gehören die Menschen aus der Kirchengemeinde, die ab und zu vorbeikommen, nach uns fragen, auch mal mit den Kindern spazieren gehen oder babysitten. Auch unsere Nachbarn sind ein Teil davon. Sie nehmen Pakete an, wenn wir nicht da sind oder pflücken unsere Kinder vom Zaun, wenn wir mal nicht hinschauen. Mamas aus der Spielgruppe und dem Kindergarten, mit denen wir uns austauschen und immer ein offenes Ohr finden. Und ja, inzwischen auch meine Hebamme mit ihrem Mann, die uns oft den Rücken stärken und für Gespräche und Ratschläge immer Zeit finden.

dankbarkeit burn out
Dankbarkeit als erster Schritt.

Dankbarkeit

Ich bin so dankbar dafür, dass all die Puzzleteile heute ein immer klareres Bild ergeben.

Ich habe mein *endlich ich!* gefunden und finde jeden Tag mehr dorthin. Ich bin dankbar, dass ich jeden Tag Neues lernen darf und nicht stehen bleibe. Ich bin dankbar dafür, dass ich anderen Müttern helfen kann, sie begleiten darf auf ihrem Weg und sie immer wieder auf mich zukommen mit ihren Fragen und Herausforderungen.

Und ich danke DIR dafür, dass du diese Zeilen liest und dich berühren lässt von meinen Worten. Danke.

Wenn du Teil unseres online-Mama-Clans werden möchtest, komm doch in unsere *endlich ich!*-Gruppe bei facebook.

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